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Backbetriebe
Anzahl der Terminals verfünffacht

13.01.2020

Vor zwei Jahren unterstützte VR Payment gemeinsam mit der Münchner Bank einen Pionier der Backbranche in der Bayernmetropole bei der Einführung von kontaktlosem Bezahlen. Für Martin Ziegler, der zusammen mit seinem Bruder Josef die Bäckerei Ziegler mit Stammsitz in der Münchner Gneisenaustraße leitet, überwogen die Vorteile der Kartenakzeptanz. In 25 Filialen bietet die Bäckerei seitdem mit wachsenden Transaktionszahlen das kontaktlose Zahlverfahren an. Nur ein Trend oder startete damit tatsächlich eine neue Ära in deutschen Bäckereien?

VR Payment beobachtet die bundesweite Etablierung des bargeldlosen Zahlungsverfahrens in diesem Marktsegment: Alleine im Portfolio des genossenschaftlichen Payment-Anbieters hat sich die Zahl der Betriebe von Mitte 2017 bis 2019 mehr als verdoppelt, die Anzahl der Terminals, durch die Filialstruktur, sogar verfünffacht. 35 Prozent aller girocard-Transaktionen in den Backbetrieben, die über VR Payment verarbeitet werden, erfolgten im Januar 2019 kontaktlos. Insgesamt bestätigt die EURO Kartensysteme GmbH in Deutschland insbesondere für Backshops eine hohe Bereitschaft der Verbraucher für girocard-Zahlungen. 11,7 Prozent der Kunden setzen in den Shops ihre Karte kontaktlos oder mit PIN sowie Mobile Payment via Smartphone ein.

Bei Bäckereien und Händlern mit Produkten für Kleinstbeträge im Warenkorb kann man von einem neuen Marktsegment sprechen, da diese Zielgruppe zuvor wenig Interesse am Bezahlen via Terminal oder App gezeigt hatte. Verständlich, denn wenn die Transaktionskosten für ein Brötchen den Warenwert übersteigen, rechnet sich auch der Servicegedanke nicht mehr. Mittlerweile findet ein Umdenken statt: Leichter einzuhaltende Hygienevorschriften, niedrigere Transaktionsgebühren, gezielte Fixpreis-Angebote, wie beispielsweise VR pay Kompakt, niedrigere Kosten für das zurückgehende Bargeldhandling und schnellere Bezahlvorgänge an der Kasse haben die Branche von bargeldlosen und insbesondere kontaktlosen Zahlverfahren überzeugt. Eine Investition in die Zukunft, denn jedes neue kontaktlose NFC-Terminal akzeptiert auch Mobile Payment. Die Verfahren basieren meistens auf einer im Smartphone des Kunden „hinterlegten“ Kreditkarte. Das bedeutet, dass der Bäcker neben dem Terminal nur eine entsprechende Kartenakzeptanz benötigt, um fit für Mobile Payment inklusive Apple Pay oder Google Pay zu sein.

Zwar sei die Investition in ein Zahlungsterminal nötig, die Geldentsorgung sei aber mittlerweile kostspieliger. „Slow baking“, aber schnell zahlen, das ist die gelebte Philosophie des Teams von „Bäcker Süpke“ im thüringischen Orlishausen. 1990 gegründet, werden heute 14 Filialen mit hochwertigen Backwaren versorgt.

Was gibt den Ausschlag, als Bäckerei ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt Kartenzahlung einzuführen? Für Bäckermeister Wolfgang Süpke war eine ökonomische Entscheidung. „Die Entsorgung des Münzgeldes wird immer kostspieliger, manche Banken nehmen überhaupt kein Münzgeld mehr an“, erklärt er. Einbruch-Diebstähle bei hohen Kassenbeständen seien auch ein Problem. Doch neben den eigenen Beweggründen, waren es vor allem die Rückmeldungen der Kunden, die Süpke dazu bewogen haben, Kartenzahlung anzubieten.

„Bei höheren Beträgen, beispielsweise für Hochzeitstorten oder Großbestellungen, haben viele Kunden konkret danach gefragt. Dem Wunsch wollten wir serviceorientiert begegnen.“ Bauchschmerzen bereiteten ihm die Gebühren. Er wendete sich an die Nordthüringer Volksbank, die ihn gemeinsam mit Michael Kolling von VR Payment beriet. „Uns hat überzeugt, dass wir eine monatliche Miete für das Zahlungsterminal bezahlen, aber nicht für jede Transaktion eine Gebühr anfällt. Diese Flat-Rate macht es für uns einfacher, die Übersicht über die Kosten des Zahlungsverkehrs zu behalten.“

Kartenakzeptanz künftig auch in Bäckereien selbstverständlich

Bei „Bäcker Süpke“ sind es insbesondere die jüngeren Kunden, die gerne kontaktlos ihren Snack kaufen. „Und wer kontaktlos zahlen kann, weil seine Karte schon dafür ausgestattet ist, der macht das auch.“ Die Beträge, die bargeldlos bezahlt werden, variieren – egal ob Brötchen oder Torte – die Karte wird gleichermaßen gezückt. Bisher ist es noch ein geringer Prozentsatz, doch mit dem bundesweiten Austausch der girocard bei den Kreditinstituten wird auch die Akzeptanz der Verbraucher wachsen, ist der Bäckermeister überzeugt. Bis dahin macht er weiter mit Thekenaufstellern auf den Service aufmerksam. Und im Sinne der Digitalisierung plant er auch die Einführung der Kartenakzeptanz für seinen Webshop.

Die deutschen Verbraucher finden es selbstverständlich, beim Einkauf im Laden bargeldlos zahlen zu können, so das Ergebnis einer im August 2019 im Auftrag von Mastercard veröffentlichten GfK-Studie. Mehr als neun von zehn Befragten (92 Prozent) sind der Meinung, dass heutzutage die Akzeptanz von Kartenzahlung als Serviceleistung in Geschäften dazu gehören sollte. 29 Prozent der Befragten haben schon mindestens einmal ein Geschäft verlassen oder sind nicht hineingegangen, weil dort nur Barzahlung akzeptiert wurde, 18 Prozent sogar schon mehrfach. Insgesamt zeigen sowohl die Zahlen als auch das Verhalten der Verbraucher und das Engagement der Händler und Betriebe, die bisher weniger affin für die Kartenakzeptanz waren, dass die Digitalisierung des Handels auch im Bereich Payment zunehmend zum Alltag zählt.

Den vollständigen Best Practice Artikel zum Thema Backbetriebe finden Sie hier zum Download.

Weitere Informationen zu unseren Komplettpaketen für das bargeldlose Bezahlen im Einzelhandel finden Sie hier.

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